Thannhausen wartet auf die Störche
Nest auf das Dach der Stadtpfarrkirche gesetzt
Thannhausen (hli).

Viele Schaulustige hatten sich eingefunden, als Feuerwehrkommandant Karl Heinz Pfitzmayr ein Storchennest auf dem Dach der Stadtpfarrkirche befestigte. Die Initiative für die Storchenansiedlung hatte Stadtrat Hans Kohler ergriffen, dessen Familie das Nest geflochten hatte.
Im Sommer 2004 kamen mehrmals Störche in die Mindelstadt und saßen auf den großen Gebäuden. Vor zwei Jahren hatte die Stadt ein Storchenbiotop an der kleinen Mindel nördlich der B 300 angelegt. Die Bedingungen für eine Storchenansiedlung sind also gegeben. Stadtrat Hans Kohler nahm die Sache in die Hand, führte die Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde, der Regierung von Schwaben, der Diözese Augsburg und dem Katholischen Stadtpfarramt. Ein Storchennest will gut vorbereitet sein. Das Dominikus-Ringeisenwerk Ursberg fertigte im Zuge der Lehrlingsausbildung des Berufsbildungswerkes den Storchenkorb. Nach den Vorgaben des Naturschutzes flocht die Familie Kohler das Nest aus Hasel, Hartriegel, Weide und Linde und verdichtete es mit Häckselgut.
Mit Hilfe eines Krans der Firma Karl Miller und der großen Feuerwehrleiter kam das Nest in einer sehenswerten Aktion auf das Kirchendach. Die Störche können kommen und in Thannhausen heimisch werden.

Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten vom 2.Mai 2005

 

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