Leben retten kann einfach sein

18.10.2026
Feuerwehr Verein
Feuerwehrmann Gabriel Dreher hat mit einer Stammzellspende einem schwer an Blutkrebs erkrankten Menschen die Chance auf ein neues Leben gegeben.

Anderen Menschen zu helfen, ist für Gabriel Dreher eine Herzensangelegenheit. Bereits seit seinem 12. Lebensjahr engagiert sich der 24-Jährige bei der Freiwilligen Feuerwehr Thannhausen. „Mein Vater war über viele Jahre aktiver Feuerwehrmann. Übungen, Einsätze und die Kameradschaft habe ich deshalb schon als Kind mitbekommen. Für mich war es selbstverständlich, auch zur Feuerwehr zu gehen.“

Als ausgebildeter Atemschutzgeräteträger dringt er bei Brandeinsätzen in verrauchte Gebäude vor, um Menschen zu retten und Brände zu bekämpfen. Im Januar 2026 war er bei einem ausgedehnten Wohnungsbrand in Thannhausen einer der ersten im Gebäude. An seinem Helm sind die Spuren dieses Einsatzes bis heute sichtbar.

Als Gabriel Dreher 18 Jahre alt war, starb sein Vater an Krebs. Ein Verlust, der den jungen Mann nachhaltig geprägt hat. Auch deshalb ließ er sich im Sommer 2024 auf einem Musikfestival am Stand der DKMS spontan als Stammzellspender registrieren. „Der Tod meines Vaters hat mir gezeigt, wie schnell eine schwere Erkrankung das Leben eines Menschen und seiner Familie verändern kann – und wie wertvoll jede Chance auf Heilung ist.“

Dass er mit seiner spontanen Entscheidung schon wenige Monate später einem schwer kranken Menschen helfen würde, hätte er damals nicht gedacht. Denn nur ein kleiner Teil der registrierten Menschen kommt tatsächlich als Stammzellspender zum Einsatz. Doch bereits sieben Monate nach seiner Registrierung klingelte das Telefon.

Gabriels Gewebemerkmale stimmten mit denen eines schwer an Blutkrebs erkrankten Menschen überein, der dringend eine Stammzellspende benötigte. Für den jungen Feuerwehrmann stand sofort fest, dass er helfen würde. Am 24. April 2025 spendete er seine Stammzellen und gab einem anderen Menschen damit die Chance auf Heilung.

Wer dieser Mensch ist und wie es ihm heute geht, weiß Gabriel Dreher bislang nicht. Frühestens zwei Jahre nach der Spende ist eine persönliche Kontaktaufnahme möglich – vorausgesetzt, beide Seiten sind damit einverstanden.

Mit seiner Geschichte möchte Gabriel Dreher auch andere Menschen ermutigen, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. „Der Aufwand ist sehr gering. Je mehr Menschen sich registrieren lassen, desto höher ist die Chance, geeignete Spender zu finden“, sagt er.

Die Registrierung ist unkompliziert und kostenlos online unter www.dkms.de/registrieren möglich. Nach der Anmeldung wird ein Testset nach Hause geschickt. Mittels Wangenabstrich wird eine Speichelprobe entnommen und zurückgeschickt.